Die Validierung eines Autoklaven ist der dokumentierte Nachweis, dass der Sterilisationsprozess unter den konkreten Bedingungen in Ihrer Zahnarztpraxis zuverlässig funktioniert und das erforderliche Sterilisationsergebnis erreicht wird. Dabei wird überprüft, ob die Keimabtötung auf den Instrumenten unter realen Praxisbedingungen sichergestellt ist.
Direkt nach der Installation wird der Autoklav in der Zahnarztpraxis erstvalidiert. Neben den gerätespezifischen Parametern werden hierbei auch alle prozessorientierten Einflussfaktoren berücksichtigt. Dazu zählen unter anderem die Beladung des Autoklaven, die Verpackung der Instrumente, Art und Umfang der Instrumentensätze sowie bauliche und technische Gegebenheiten wie Wasserqualität und Wasserversorgung. Ziel ist es, das sichere Zusammenspiel aller Faktoren zu überprüfen und das gewünschte Abtötungsergebnis vor Ort zu gewährleisten.
Im Anschluss erfolgt die Revalidierung, also die erneute Leistungsbeurteilung, in der Regel im zweijährigen Intervall. Damit wird regelmäßig bestätigt, dass der Sterilisationsprozess weiterhin ordnungsgemäß und normgerecht abläuft.
Eine außerplanmäßige Revalidierung kann erforderlich werden, wenn Veränderungen am Gerät oder am Prozess vorgenommen werden. Dazu gehören beispielsweise Reparaturen, ein Standortwechsel, Änderungen bei der Beladung oder Verpackung, eine Umstellung der Wasseraufbereitung oder Auffälligkeiten bei Routinekontrollen.
Die regelmäßige Validierung schafft somit nicht nur rechtliche Sicherheit, sondern stellt auch dauerhaft einen hohen Hygienestandard für Patienten und Praxisteam sicher.